Unsere Geschichte

Warum wir NELATAR gegründet haben

Manche Ideen beginnen mit einer Marktanalyse. NELATAR begann mit unserem eigenen Alltag.

Tiermilch spielte für uns beide lange eine ganz normale Rolle in der Ernährung. Erst unabhängig voneinander machten wir Erfahrungen, die dazu führten, Milchprodukte immer stärker zu hinterfragen.

Darias Erfahrung

Meine Frau hatte bereits in ihrer Jugend stark mit Hautunreinheiten und Akne zu kämpfen. Das Problem begleitete sie viele Jahre bis ins Erwachsenenalter.

Erst mit über 30 bemerkte sie für sich einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten und ihrer Haut. Wenn sie Milchprodukte wegließ, veränderte sich ihre Haut. Nahm sie wieder Lebensmittel mit Milch zu sich, beobachtete sie erneut Hautunreinheiten.

Für sie war diese persönliche Beobachtung der entscheidende Grund, Tiermilch langfristig weitgehend aus ihrer Ernährung zu streichen.

Meine Erfahrung

Bei mir zeigte sich etwas völlig anderes.

Schon während meiner Schulzeit hatte ich immer wieder Probleme mit starkem Mundgeruch. Damals gehörten beispielsweise Cornflakes mit Milch praktisch täglich zu meinem Frühstück.

Später bemerkte ich außerdem häufig starke und für mich auffällig unangenehme Blähungen.

Irgendwann begann ich, Lebensmittel bewusster wegzulassen und genauer darauf zu achten, was sich dadurch veränderte.

Für mich zeigte sich dabei ein sehr deutlicher Zusammenhang: Wenn ich Milchprodukte vermied, gingen diese Beschwerden weitgehend zurück. Wenn ich wieder etwas mit Milch zu mir nahm, bemerkte ich teilweise bereits kurze Zeit später erneut dieselben Reaktionen.

Auch ich entschied mich deshalb, Tiermilch weitgehend aus meinem Alltag herauszunehmen.

Aus Verzicht wurde Normalität

Inzwischen leben wir seit mehr als zehn Jahren weitgehend ohne Tiermilch.

Was anfangs nach Einschränkung klang, ist für uns längst normal geworden.

Viele Alternativen stellen wir heute sogar selbst her - zum Beispiel Cashew-, Mandel- oder Haferdrink.

Gerade dabei haben wir festgestellt, wie unkompliziert ein Alltag ohne Tiermilch für uns sein kann.

Doch beim Einkaufen und beim Essen außer Haus blieb ein anderes Problem.

Wenn „keine Milch“ trotzdem Butter bedeutet

Mit der Zeit fiel uns noch etwas anderes auf: Selbst wenn wir ganz konkret nach Milch fragen, entstehen im Alltag immer wieder Missverständnisse.

Im Café oder Restaurant fragen wir zum Beispiel: „Ist in diesem Gericht Milch enthalten?“ Nicht selten lautet die Antwort zunächst: „Nein.“

Wenn wir dann genauer nachfragen - etwa ob Butter, Sahne oder andere aus Milch gewonnene Zutaten verwendet wurden - stellt sich manchmal heraus, dass diese sehr wohl enthalten sind.

Für viele Menschen scheint das Wort „Milch“ im ersten Moment vor allem die flüssige Milch selbst zu meinen.

Für unsere Frage ist der Begriff jedoch weiter gefasst: Wurde Tiermilch oder etwas daraus Gewonnenes bewusst verwendet?

Butter ist nicht einfach „keine Milch“. Sahne ist nicht einfach „keine Milch“. Für NELATAR gehören aus Tiermilch gewonnene Stoffe zur selben grundlegenden Frage.

Genau deshalb möchten wir mit NELATAR auch zu einer klareren Sprache beitragen.

Nicht, um Restaurants, Hersteller oder Mitarbeitende zu kritisieren, sondern um Missverständnisse zu reduzieren.

Wenn etwas als nelatarisch bezeichnet wird, soll möglichst eindeutig sein, was damit gemeint ist.

Aber wie nennt man das eigentlich?

Wir leben nicht zwingend vegan.

Ein Lebensmittel mit Ei kann für uns völlig in Ordnung sein. Ein Produkt, bei dessen Herstellung bewusst Tiermilch oder daraus gewonnene Stoffe verwendet wurden, dagegen nicht.

Der Begriff „laktosefrei“ beantwortet diese Frage nicht. Ein laktosefreies Lebensmittel kann weiterhin aus Tiermilch hergestellt sein.

„Vegan“ beantwortet wiederum eine deutlich umfassendere Frage, weil dabei auch andere tierische Zutaten ausgeschlossen werden.

Uns fehlte deshalb ein einfacher Begriff für eine ganz konkrete Frage:

Wurde bei diesem Lebensmittel bewusst Tiermilch oder etwas daraus Gewonnenes verwendet?

Wir konnten keinen etablierten Begriff finden, der genau das für Verbraucher eindeutig ausdrückt.

Also entstand NELATAR.

NELATAR.

Und daraus: nelatarisch.

NELATAR ist größer als unsere persönliche Erfahrung

Unsere eigenen Erfahrungen waren der Ausgangspunkt für NELATAR. Sie sind jedoch keine medizinische Empfehlung und sollen nicht als allgemeine Aussage über die Wirkung von Milch auf andere Menschen verstanden werden.

Menschen vermeiden Tiermilch aus ganz unterschiedlichen Gründen - persönlichen Erfahrungen, Ernährungsgewohnheiten, Vorlieben oder ihrem Lebensstil.

Wir möchten niemandem sagen, warum er oder sie Tiermilch vermeiden sollte.

Wir möchten sichtbar machen, wo bewusst keine Tiermilch verwendet wurde.

Aus einer persönlichen Frage wird ein Standard

Ein neues Wort allein reicht nicht.

Wenn NELATAR künftig auf einem Produkt stehen soll, muss nachvollziehbar sein, was dieses Wort bedeutet und unter welchen Voraussetzungen es verwendet werden darf.

Deshalb entwickeln wir parallel zur Verbraucherbezeichnung einen strukturierten Prüf- und Zertifizierungsstandard.

Der Anspruch ist, aus einem verständlichen Begriff langfristig ein verlässliches Zeichen zu machen.

Was bedeutet nelatarisch? Für Unternehmen

Die auf dieser Seite beschriebenen Erfahrungen sind persönliche Beobachtungen und stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar.